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Nach Hause / Band V

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Graudenz und die Umgebung auf alten Postkarten

Das Album, das Sie in der Hand halten, ist der fünfte und gleichzeitig der letzte Band aus der Serie „Graudenz und die Umgebung auf alten Postkarten”. Die Serie der schönen Alben genießt große Popularität, die alle Erwartungen übertraf. Es zeigte sich, dass das Interesse an dieser Thematik unter den Jugendlichen besonders groß ist. Alle Graudenzer Schulen besitzen in ihren Büchersammlungen die ganze Kollektion „Graudenz und die Umgebung...”

Solch großes Interesse bewirkte die Neuausgabe des I. Bandes und bald des II. Ich freue mich also, dass die Vorkriegsthematik unserer Stadt den Einwohnern nicht gleichgültig ist. Wie ich schon im I. Band erwähnt habe, gilt Heinrich von Stephan [geboren am 07.01.1831 in Stolp, gestorben am 08.05.1897 in Berlin] als Erfinder von Korrespondenz in Form der Postkarten. Auf der letzten Seite des Umschlags befindet sich den Laufzettel aus dem Jahr 1931, der zum 100. Geburtstag des Erfinders herausgegeben wurde.

Außerdem enthält das Album weitere bunte Editionen aus der Serie der Lithokarten. Unter ihnen befindet sich mehrmals auf dem Markt der Sammler gesuchte Postkarte. Sie stellt eine Pferdestraßenbahn in der heutigen Wybicki-Straße vor. Auf der nächsten Seite des Albums sieht man eine Straßenbahnhaltestelle mit einem Pferdewagen und dessen Besatzung an der heutigen Dworcowa-Straße. Ich möchte Sie auf eine interessante Postkarte aus dem Jahr 1911 aufmerksam machen, die aus Graudenz geschickt wurde. Sie zeigt das Graudenzer Schloss wahrscheinlich mit Augen eines unbekannten Malers gesehen.

Meine Leidenschaft kommt in der aktiven Teilnahme im Gesellschaftlichen Komitee des Klimek – Wiederaufbaus zum Ausdruck. Mein Ziel ist es, das Geld vom Verkauf des letzten Bandes für den Aufbau des Turms und der Schlossruinen zu spenden. Das wird ein Beitrag unserer lokalen Gesellschaft zum Wiederaufbau dieses Baudenkmals. Ein attraktiveres Gestalten des ganzen Schlossbergs wird zu der Wiederherstellung der alten Pracht und der angenehmen Erholung der Graudenzer und unserer Gäste beitragen.

Ich spreche meinen Dank allen Medien – Schirmherren aus, incl. der Wiktor – Kulerski – Stadtbibliothek in Grudziądz

Ryszard Bogdan Kucharczyk

Wszelkie prawa zastrzeżone we wszystkich albumach © 2010Die wunderschöne gut proportionierte modernistische Villa wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbaut. Das Gebäude mit einer Gesamtfläche von 899 Quadratmetern ist im Stil des klassizistischen Barocks erhalten. Von der Vorderseite ist es von einem stilvoll durchbrochenen Zaun und einer schönen Grünanlage umgeben. Die Fassade wurde im Neorenaissancestil mit dekorativen Ecken und einem Sockel gebaut und mit einem Mansardendach mit Dachziegeln gedeckt. In dem mittleren Teil der Fassade sehen wir einen ein wenig vorgeschobenen Risalit mit einem eleganten Portal und fächeratigen Treppen. Im Gebäude verwendete man moderne Zentralheizung und durchbrochene Decken in den Lagern der Bibliothek. Das Ganze bildet das freundliche und gemütliche Innere, das Vertrauen erweckt und auf einen guten Architekten hinweist.

Das bekannte Graudenzer Gebäude feiert bald sein 100. Jubiläum, aber die Geschichte seiner Entstehung geht aufs Ende des 19. Jahrhunderts zurück.

Am 24. November 1883 wurde aus Siegfrid Angers Initiative, des Direktors des Königlichen Gymnasiums, die Alterthums – Gesellschaft in Graudenz gegründet. Sie rief am 15. Juni 1884 das Alterthums – Stadtmuseum mit Sitz im Äbtissinnenpalast ins Leben. Nach dem Brand des Rathauses musste das Museum seinen Sitz der Stadtbehörde überlassen. Die Büchersammlungen wurden für kurze Zeit ins Königliche Gymnasium verlagert. Seit 1899 wurde das barocke Refektorium des Jesuiten Kollegiums zu einem neuen Sitz des Museums. Aufgrund der ständig wachsenden Zahl der Büchersammlung musste man eine neue Unterkunft finden. Das Projekt der Entstehung der Einrichtung überwachte der Vorsitzende der Gesellschaft Dr. Siegfrid Anger. Er führte Gespräche mit den Stadtbehörden von Graudenz, provinziellen – in Danzig und ministerialen – in Berlin. Letztendlich übergab der Stadtrat ein Grundstück an der Lindenstraße 28 für den Bau der Bibliothek und des Museums. Das erste Projekt des Gebäudes stellte man am 27. April 1904 vor, realisiert wurde jedoch das spätere Projekt, das voraussetzte, dass die Baukosten circa 120.000 Mark betragen sollten.

Leider sind keine Bearbeitungen mit den Informationen über den Namen des Architekten erhalten geblieben. Wahrscheinlich war das ein Vertreter des Berliner Kreises. Es ist bekannt, wer den Bau des Gebäudes finanzierte. Die Geldmittel für diesen Zweck gaben der Stadtrat von Graudenz und die zentrale Behörde in Berlin. Den restlichen Teil gewann man aufgrund des Vermächtnisses von Gustaw Roethe, der 1901 in Berlin starb. Er war sowohl Besitzer der hiesigen Druckerei und Buchhandlung als auch Herausgeber der Zeitung „Der Gesellige”. Er war auch Mitgründer und Ehrenmitglied der Alterthums – Gesellschaft. Testamentarisch hinterließ er der Stadt 60.000 Mark, die er für den Bau der Bibliothek und des Museums [25.000 Mark], für den Einkauf der Büchersammlung [15.000 Mark] und für die Entwicklung der Bibliothek und Museumssammlungen [20.000 Mark] bestimmte. In den Jahren 1908 – 1911 ging der Bau des schönen Gebäudes schließlich zu Ende. Außer der deutschen Alterhums – Gesellschaft hatten da ab 1912 ihren Sitz drei Institutionen: die Deutsche Bibliothek, das Museum und das Stadtarchiv. Aus diesen Zeiten ist die Sammlung von etwa 200 Altdrucken erhalten geblieben.

Kurz nach der Wiedergewinnung der Unabhängigkeit 1921 befand sich in diesem Gebäude die Polnische Bibliothek, die von der Gesellschaft der Volkslesesäle gegründet wurde. Ein Jahr später beherbergte das Gebäude noch zwei andere kulturelle Einrichtungen. In den Jahren 1922 – 1933 befanden sich hier die von dem Professor Wacław Szczeblewski geleitete berühmte Pommersche Kunstschule und von dem Priester Dr. Władysław Łęga – die Polnische Landeskundliche Gesellschaft.

Im September 1939 zogen die Deutschen in Graudenz ein und fingen die Belagerung der Stadt mit der Vernichtung aller Anzeichen des Polentums an. Sie verbrannten die ganze polnische Büchersammlung, die aus 35.000 Bänden und allen Jahrbüchern der „Graudenzer Zeitung” bestand. Die Museums und Archivsammlungen wurden ausgeführt und das Gebäude selbst wurde in den Kriegsjahren wieder zum Sitz der Deutschen Bibliothek, des Museums und des Deutschen Archivs.

1945 wurde die ganze Stadt während der schweren Befreiungskämpfe völlig zerstört. Unter nicht zahlreichen geretteten Baudenkmälern befand sich das Gebäude der Bibliothek, deshalb konnte man schon anderthalb Monate nach dem Ende der Kriegshandlungen mit der Organisation der Öffentlichen Bibliothek anfangen. Die feierliche Eröffnung der öffentlichen Stadtbibliothek in Graudenz erfolgte am 20. Mai 1946 und sie hat seit diesem Tag bis heute ihren Sitz in diesem schönen Gebäude.

Aleksandra Ciżnicka

Band V

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